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G607 - Gasprüfungen


Beispiele/Muster aus dem Alltag

Beispiele Reparaturen Truma S-Heizungen

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Bild zeigt eine Truma Heizung SL3002/3, Bj. 1987. Hier gab es den seltenen Fall, dass die Heizung nicht funktioniert. Nach dem Austausch von Thermoelement und Magneteinsatz der Zündsicherung funktioniert diese zur Begeisterung der Kundin wieder wie neu :-) .
Natürlich sind auch andere Fehler möglich, bzw. an der Tagesordnung. Hierzu zählen durchgebrannte, bzw. fehlerhafte Brenner (Beispiele hierzu siehe weiter unten), defekte Temperaturfühler (dto.), oder schlichtweg eine Fehlfunktion des Gasventils, wg. Verharzung , bzw. Überalterung der Schmierstoffe. Gerade letzter Fehler ist mit dem entsprechenden Wissen leicht zu beheben, oder zu vermeiden und weswegen ich bei jeder Reparatur grundsätzlich das Gasventil überhole und auf perfekte Funktion prüfe.

Reparatur in 09-2019
 

Dann ergab sich die Gelegenheit die Truma SL3002 Bj. vor 1981, an der sich schon 2 Sachkundige versucht hatten, instand zu setzen. In dem Fall kein wirklicher Defekt, sondern nur eine Frage von Reinigung der Heizung und der richtigen Einstellung des Gasventils. Es gibt natürlich noch weitere Fehler, von denen nur wenige nicht reparierbar sind.
Was man nicht machen sollte: Sich selbst an der Reparatur versuchen. Führt mit ziemlicher Sicherheit zum Bruch von unersetzbaren Teilen, was im Normalfall Totalschaden bedeutet, weil von Truma hierfür schon lange keine Ersatzteile mehr geliefert werden und es demzufolge auch nur wenige Betriebe gibt, die diese Heizungen reparieren können....
Zusatzinfo: Ein Austausch der Heizung gegen eine neuere Version ist grundsätzlich eine technische Änderung, die den TÜV-Segen und eine Änderung der Fahrzeugpapiere erfordert. Kostenpunkt, insbesondere wenn man eine S3004 mit 30mbar einbaut und alles erneuert werden muss, weil es eben nichts zusammen passt, bis zu 1200€...  Ist aber alles vermeidbar, denn diese Heizungen haben das Potential für “ewiges Leben”. Alle neueren Versionen zeigen nämlich nur Detailänderungen, insbesondere zur Erzielung von Kosteneinsparungen...

Reparatur in 09-2019; Bild zeigt baugleiche Heizung 
 

Dieses Beispiel zeigt den seltenen Fall der  Auswirkungen eines defekten Reglers. Im vorliegenden Fall wurde die Heizung, eine Truma SL3002/3, von einem Fachbetrieb ausgebaut und zerlegt... und der Kundin ein Totalschaden diagnostiziert. Der Reglerdefekt wurde dabei nicht erkannt... Erhalten habe ich die Heizung, wie schon einige andere, dann in Teilen und dabei fehlten besonders Wichtige, für die keine separaten Ersatzteile mehr geliefert werden! Auch hier konnte geholfen werden. Nach vollständiger Reinigung, Überprüfung und Zusammenbau funktioniert diese wieder wie neu.

Bild zeigt Reste der Verrußung und den defekten Regler, erkennbar am Fehlen des Entlüftungsstopfens, der bei Ansprechen der Überdrucksicherung (Gasdruck >150 mbar) aus dem Gehäuse gedrückt wird.

Muster aus 11-2020
 

Hier ein kleiner Ausflug in die “Brennerkunde”. Bild zeigt verschiedene Gasbrenner, wie sie bei der Truma 3002 und 5002 verbaut wurden. Hier die Erläuterung zu den einzelnen Brennern:

Brenner Nr. 1 ist Ausführung, wie sie bei 3002/3 ab Ende 1981 bis 1986 verbaut wurde. Noch kpl. in Edelstahl und mit Flammschutzgitter, das formschlüssig mit dem Gehäuse verbunden ist, so wie beim Vorgängermodell SL 3002. Damit so gut wie unverwüstlich.

Brenner Nr. 2 zeigt spätere Ausführung. Hier wurde der Edelstahl durch Kupfer substituiert und das Flammschutzgitter vom grösseren Brennerteil “aufgeschweisst”.

Brenner Nr. 3 zeigt den teilweisen Zerfall eines Brenners wie in Bild Nr. 2. Das Flammschutzgitter hat sich im gekennzeichneten Bereich abgelöst. Dies kann ein erfahrener Gasprüfer ggfls. bei der Gasprüfung frühzeitig am Brennverhalten der Heizung erkennen... Bevor ein Zustand wie beim folgenden Bild entsteht...

Brenner Nr.  4 zeigt einen mit abgelöstem Flammschutzgitter. Folge: Schlechte Funktion, weil Flamme im Brenner gebrannt hat, mit dem Ergebnis einer deutlichen Überhitzung. Das in der Heizung darunterliegende Alu-Lochblech für die Luftansaugung war so gut wie geschmolzen und hatte sich kpl. verformt. Glück im Unglück für den Fahrzeugbesitzer, weil er die Heizung nicht weiter betrieben hatte....

Brenner Nr. 5 zeigt was dann passieren kann...  Der Brenner ist vollständig durchgebrannt! Bevor sowas passiert meldet sich die Heizung mit einem geänderten und lauteren  akustischen Brennverhalten. Ausserdem lohnenswert bei älteren Heizungen, die zudem viele Betriebsstunden haben: Ein Blick durchs Schaufenster am Heizkörper.  Nicht zu vernachlässigen: Eine regelmässige Gasprüfung!

Bei den neueren Truma Heizungen der Modellreihe 3004/5004 sind die Brenner im Prinzip immer noch baugleich (und auch austauschbar), jedoch wird dort statt Kupfer wieder Stahlblech eingesetzt...

Beispiel aus 12-2020 / 01-2021
 

Dieses Bild zeigt defekte Temperaturfühler von Truma-S-Heizungen (3002, 5002, etc.). Bei den beiden links ist das Kapillarrohr abgebrochen, bei dem rechten Teil der Faltenbalg des Stellelementes für die 2. Brennerstufe beschädigt. In allen Fällen ist die Heizung nicht mehr regelbar und brennt nur noch auf höchster Stufe. Ursache hierfür ist meistens unbedarfte Handhabung, oder “Fremdeingriff” am Zündsicherungsventil. Problem: Dieses Teil gibt es bei Truma nur kpl. mit dem Gasventil (ca. 190€). Man sollte hier also besonders “aufpassen” und vor allem keine eigenen Reparaturversuche unternehmen.

Bild aus 01-2021
 

Gasventil-Defekte_350pxAuf dem Bild rechts sind die meisten Einzelteile des Gasventils einer Truma S-Heizung zu sehen. Bemerkenswert: Diese stammen von verschiedenen Heizungen und wurden jeweils bei Reparaturen gefunden, teilweise sogar mehrfach, wie oben links die Alu-Gussteile. Allen gemein ist dass diese bei fehlgeschlagenen Reparaturversuchen Schaden genommen haben. So sind bei den Alugussteilen jeweils eine Haltenase abgebrochen, die für die Befestigung in der Grundplatte wichtig sind. Bei dem Ventilkörper wurde mit einem Sechskantwerkzeug der Ventilsitz vom Magneteinsatz zerstört, der Magneteinsatz links davon hatte keine Dichtung.... und bei dem Anschlusstutzen wurde versucht das Rohr gerade zu biegen, obwohl dieser vorher so im Fahrzeug verbaut war. Rausschrauben sollte man den sowieso nicht, weil sonst das Filtersieb verloren gehen kann...   Bei dem Teil rechts vom Ventilkörper mit dem schwarzen Plastikstab handelt es sich um das Hauptventil. Bei diesem ist der obere Teil, der für Öffnen und Schliessen notwendig ist, abgebrochen. Folge: Das Ventil fällt durch den Ventilsitz und ist dann permanent offen..... In der Mitte über dem Ventilkörper ist eine grosse Feder, die in einem Fall gefehlt hat, darüber der Regelkolben, wie er sein soll. Rechts davon ist ein zerstörter Regelkolben zu sehen, wobei auch noch die Dichtung(en) fehlt/fehlen. Der fehlende O-Ring war wohl aufgequollen durch ungeeignete und nicht zugelassene Schmiermittel, wie z.B. handelsübliche Röstlöser, etc.. Leider kein Einzelfall! Bleibt dann rechts oben noch der Mikroschalter, wo die Übertotpunktfeder fehlt und darunter mal wieder ein zerstörter Temperaturfühler mit einer frischen Bruchstelle, die von unsachgemäßer “Handhabung” zeugt....  Einige der Fehler sind übrigens hochkritisch (tötliche Vergiftungs- und Explosionsgefahr!) und man sollte deshalb besser die Finger von eigenen Reparaturversuchen lassen, auch wenn die Neugier und Einschätzung der eigenen Fähigkeiten noch so groß sein sollte... Übrigens: Youtube-Videos zeigen regelmässig Dinge, die man nicht nachmachen sollte, insbesondere wenn man sich der Risiken und Folgen hinsichtlich Haftung bewusst wird...
Regelmässig wird an anderer Stelle bei solchen Schäden ein neues Gasventil für ~190€ fällig, oder ein Mikroschalter mit Kabel für 60€ ...  was natürlich nur im Ausnahmefall sein muss und bei den Reparaturen der entsprechenden Heizungen nicht notwendig war ;-) .
P.S.: Jeder eigene Reparaturversuch hinterlässt Spuren, wie z.B. vermurkste Schrauben. Auch so eine ist auf dem Bild zu erkennen....

Beispiel aus 11-2021
 

Gasanschluss (--> Messingzapfen) einer gebrauchten Truma-Heizung SL3002/3 Bj. 1984, die aus einem mir bekannten Fahrzeug von einem Arnoldfreund ausgebaut wurde. Es fehlt die Schneidringverschraubung. Nachfrage ergab: Die Heizung war unzulässigerweise mit einem Schlauch angeschlossen! ... und der Schlauch vermutlich 35 Jahre alt...  Wie sich zwischenzeitlich herausgestellt hat handelte es sich bei dem Fahrzeug um einen Prototypen des Fahrzeugherstellers, der ursprünglich nicht zum Verkauf vorgesehen war. Frage nur, warum das bei Gasprüfungen nie aufgefallen ist ...

Gefunden in 11-2019
 

 

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Letzte Änderung: 09.12.2021