Mobiler Service für Flüssiggasanlagen in Freizeitfahrzeugen und -wohneinheiten

Region Freising – Neufahrn/Eching – Dachau – Petershausen – Pfaffenhofen

G607 - Gasprüfungen


Wissenswertes

Gasregler und Schläuche:

Entsprechend den geltenden Vorschriften sind diese bei Caravans/Wohnmobilen bei privater Nutzung spätestens nach 10 Jahren auszutauschen. Zudem ist ein früherer Austausch nötig, sofern sich z.B. an Schläuchen Beschädigungen zeigen. Das Alter der betreffenden Teile kann man anhand der Kennzeichnung ermitteln. Vielfach ist diese jedoch kodiert. Hier hilft ein Bild, oder auch anderweitige Daten vom Fahrzeug, sowie Einsicht in das Prüfbuch, um herauszufinden, ob diese getauscht werden müssen.

Handhabung von Flüssiggas und Nutzung von Geräten:

Wer sich informieren will, weil er keine Betriebsanleitung zu seinem Fahrzeug hat, kann hier, mal aus ganz anderer Perspektive geschrieben, einiges an Grundwissen nachlesen:

BCDV-Ratgeber für Campingplatzbetreiber/Ratgeber zu Gasprüfungen

Betriebsanleitungen sind heutzutage bei den namhaften Herstellern von Geräten und auch Campingfahrzeugen im Internet verfügbar und können kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Info siehe Webseite G607.de unter Links, oder fragen sie mich.

Flüssiggas:

Flüssiggas ist ein Nebenprodukt, daß bei der Erdölraffinierung, oder bei der Förderung von Erdöl und Erdgas anfällt. Leider wird immer häufiger beobachtet, dass die Reinheit von Flüssiggas abgenommen hat und ölige Aerosole und sonstige Verunreinigungen darin enthalten sein können, die zu Problemen mit den Gasreglern führen können. So wird bei aktuellen Reglern mit Eignung zum “Heizen während der Fahrt” (Regler mit Wandmontage und Hochdruckschlauchleitungen mit Schlauchbruchsicherung (SBS) von der Flasche) von den Herstellern der Regler regelmässig die Installation von Gasfiltern empfohlen, weil Ausfall durch Verschmutzung nicht unter Garantie fällt. Offenbar besonders betroffen davon sind Fahrzeuge mit Gastank, oder auch Tankflaschen, die an Tankstellen nachgefüllt werden. An die Reinheit von Autogas, einer Mischung aus Propan und Butan, werden offenbar nicht so hohe Reinheitsanforderungen gestellt wie an Propangas, daß min. 95% Propan/Propen enthalten muss....

Gasflaschen, Tankflaschen und Tankinstallationen:

Hierzu gibt es eine Vielzahl von Vorschriften, damit die Sicherheit bei Transport und Betrieb der Anlagen gewährleistet ist.
Hier zunächst eine Übersicht über die möglichen Installationen:

ZKF-Präsentation: Installation von Gasflaschen und Gastanks

Es wird als also grundsätzlich unterschieden zwischen:

  • Gasflaschen und
  • Gastanks, zu denen auch Tankflaschen zählen, die vielerorts angeboten werden.

Unterschiede dabei:

  • Gasflaschen müssen aus ihren Halterungen leicht entnehmbar sein, d.h. dürfen nicht fest mit dem Fahrzeug verbunden sein --> Halterung muss ohne Werkzeug lösbar sein. Automatische Umschaltanlagen sind je nach Installation zulässig.
  • Gastanks müssen fest mit dem Fahrzeug verbunden und in den Fahrzeugpapieren eingetragen sein. Die Verbindung zwischen Tank und Gasanlage ist mit Rohren auszuführen. Schläuche sind unzulässig. Ebenso sind automatische Umschaltanlagen zwischen Gasflaschen und Gastanks unzulässig.
  • Sogenannte Tankflaschen stellen ein besonderes Thema dar, das regelmässig unterschätzt wird. Damit diese an Tankstellen in D und vielfach auch im Ausland befüllt werden dürfen, müssen diese fest eingebaut sein und die gleichen Installationsbedingungen wie ein Gastank erfüllen! Die geltenden Vorschriften sind in den nachfolgenden technischen Merkblättern zusammengestellt:

Merkblatt: Regelungen für Installation Gastankflaschen in Freizeitfahrzeugen

Merkblatt: Befüllung von Gasflaschen

Wer eine Tankflasche besitzt, oder gedenkt anzuschaffen, sollte sich dieser Vorschriften bewusst sein. Nachdem es Tankflaschen gibt, die sowohl als Gasflasche (eingeschlagene PI-Kennzeichnung mit Druckklasse und UN1965-Aufkleber f. Gasart), als auch als Tank zugelassen sind (ECE R-67-Kennzeichnung) kann man entscheiden, welcher Einbau und Nutzung für einen selbst die Richtige ist. Meine Empfehlung für eine erfolgreiche Gasprüfung: Entweder fest eingebaut und in den Fahrzeugpapieren eingetragen, oder ausgebaut/durch normale Gasflasche ersetzt. Nicht zu beanstanden dürfte auch eine nicht angeschlossene Tankflasche sein, denn ein Transport im Flaschenkasten ist grundsätzlich zulässig. Grundsätzlich muss nur eine Flasche für die Gasprüfung vorhanden sein... Betriebswirtschaftlich sinnvoll sind Tankflaschen sowieso nur in den allerwenigsten Fällen....

Kennzeichnung von Gasflaschen für Flüssiggas:

Diese müssen einen der folgenden Aufkleber aufweisen:

Merkblatt: Kennzeichnung von Gasflaschen

... und ein gültiges Prüfdatum aufweisen. Es darf sich dabei auch um eine ausländische Flasche handeln, sofern der Regleranschluss fachgerecht ausgeführt ist.

Transport von Gasflaschen:

Hierzu gibt es entsprechende Sicherheitsanweisungen, die in Merkblättern zusammengefasst sind und an Gasverkaufstellen und Füllbetrieben regelmässig  ausgehängt sind, bzw. zur Einsicht bereitliegen. Beispielhaft hier das Merkblatt für den Transport von Kleinmengen durch Privatpersonen:

Merkblatt: Transport von Gasflaschen

Alle Merkblätter sind <hier> verfügbar.
 

Schlauchbruchsicherungen:

Schlauchbruchsicherungen sind ein sinnvolles Sicherheitsbauteil. Notwendig sind diese z.B. bei Fahrzeugen mit Reglermontage an der Karosserie und Hochdruckschläuchen von der Flasche zum Regler, oder beim Anschluss von Verbrauchsgeräten (Grill, o.ä.) an der Gassteckdose des Campingfahrzeugs, wenn die Schlauchlänge 150cm übersteigt. Im gewerblichen Bereich (Gastronomie, Jahrmärkte, etc.) sind diese sogar unabhängig von der Schlauchlänge grundsätzlich vorgeschrieben. Einbauen kann man diese in jede Gasanlage. Besonders interessant: Bei Fahrzeugen mit Regler an der Flasche kann diese direkt am Regler eingebaut werden. Eine weitere Sicherheitseinrichtung am Grillschlauch wird dann nicht benötigt. Auch dem Einbau einer Sicherheitsanschlusskupplung in einem von aussen zugänglichen Gasflaschenkasten spricht nichts entgegen. Vorteil: Man benötigt keinen zusätzlichen Karosserieausschnitt mit einer windigen Plastikklappe und erfüllt zudem, was kaum bekannt ist, grundsätzlich die Anforderungen für das “Heizen während der Fahrt”.

Bild (Blick in Gaskasten; von links): Regler mit Manometer, Schlauchbruchsicherung, Gasschlauch, T-Stück, Sicherheitsanschlusskupplung

Gassteckdosen:

Vielfach besteht der Wunsch ausserhalb vom Fahrzeug einen Gasgrill, oder eine Campingküche, o.ä. zu betreiben und dazu eine Gassteckdose zu installieren, damit das Gerät einfach angeschlossen werden kann. Hierzu sollte man jedoch die Vorschriften kennen. Gassteckdosen dürfen, bis auf eine Ausnahme, nicht im Innenraum vom Fahrzeug installiert werden, sondern es wird ein entsprechender Einbau benötigt, der regelmässig mit einem entsprechenden Karosserieausschnitt verbunden ist. Zudem benötigen solche Geräte, den Vorschriften in D entsprechend, einen Gasdruck von 50mbar, der bei modernen Fahrzeugen (EZ spätestestens ab Bj. 2007) nicht zur Verfügung steht, da diese Gasanlagen auschliesslich 30mbar haben. Schliesst man ein 50mbar-Gerät an hat dieses aber nicht die Leistung, für die es eigentlich ausgelegt ist. Für ein perfektes Grillvergnügen beispielsweise nicht das was man erwartet... Es gibt aber für (fast) jedes Problem eine günstige Lösung.

“Heizen während der Fahrt”:

Unter “Heizen während der Fahrt” versteht man jeglichen Betrieb der Gasanlage. In Betrieb ist diese ab dem Moment, wo das/ein Flaschenventil geöffnet ist. Wenn diese betrieben wird sind entsprechende Vorschriften einzuhalten, die in der EN1949 und ECE R-122 festgelegt sind. Jeder Betrieb von offenen Gasverbrauchern ist dabei verboten (Gaslampen, oder Kocher), während Geräte mit geschlossener Verbrennung und separater Abgasführung nach aussen bei entsprechender Eignung betrieben werden dürfen. Hierzu zählen Heizung, Kühlschrank, oder Warmwasserbereiter/-boiler. Dies gilt nicht nur für Fahrzeuge mit entsprechender Ausrüstung ab Bj.2007, sondern auch für “Altfahrzeuge” in Deutschland (Bestandsschutz). Für weitere Details gibt es ein Infoblatt, das sie <hier> einsehen können. Wichtig: Nichteinhaltung kann erhebliche Bussgelder, insbesondere in Frankreich, nach sich ziehen.

Zwangsbelüftung:

Auch hier gibt es relevante Vorschriften, die Leben retten können. Besonders kritisch sind diesbezüglich Selbstausbauten, insbesondere kleine Busse und Kastenwägen, wenn dort mehrere Personen darin übernachten, oder missbräuchlich darin offene Flammen (Gasstrahler, Kocher, Katalytöfen) benutzt werden. Dann besteht Lebensgefahr! Wichtig: Auch Fahrzeuge von gewerblichen Ausbauern können Fehler aufweisen. Für weitere Info siehe Infoblatt zur EN721, in dem auszugsweise die notwendigen Be- und Entlüftungsquerschnitte angegeben sind. Sollte es sich bei ihrem Fahrzeug um ein “Markenprodukt” handeln, dann sollte eine Betriebsanleitung dazu vorhanden sein, in der Sie hoffentlich zu diesem Thema etwas nachlesen können.

DVGW-Arbeitsblatt G607:

Für Besitzer älterer Fahrzeuge war es selbstverständlich, dass dieses im Prüfbuch enthalten war. Leider ist dem heute nicht mehr so, denn nach Überführung vieler Inhalte in die EN1949 ist dieses auch nur noch kostenpflichtig zu bestellen ....

Nachdem ist selbst diverse alte Prüfbücher besitze, kann darin gerne Einsicht genommen,, bzw. im Zweifelsfalle nachgeschlagen werden. Dann gibt es für Interessierte diverse Fundstellen im Internet:

Fassung von 1995

Undatierte Fassung

Wichtig: Für eine Gasinstallation besteht “Bestandsschutz”, solange diese nicht verändert wird. Einzig der Austausch von Regler und Schläuchen wurde rückwirkend auf 10 Jahre ab Produktionsdatum festgeschrieben. Bei Änderungen der Gasanlage, z.B. Einbau neuer Kühlschrank, sind hingegen die aktuellen Vorschriften anzuwenden.

- Alle Angaben ohne Gewähr -

 

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Letzte Änderung: 06.08.2019